Bratwurst ohne Darm

Ich habe mich immer gefragt, wie sie diese Bratwürste ohne Darm herstellen. Das ist einerseits meiner Sparsamkeit geschuldet, man braucht keine teuren Därme kaufen, und zum anderen bewegt mich die Frage, wie sie das technologisch machen.
Die Würstchen ohne Darm aus dem Supermarkt hatten bisher für mich den Nimbus der absolut chemischen Billgpampe, die verwandtschaftlich Bauschaum und Holzmehl näher steht als Fleisch.
Auf der anderen Seite hatte ich auch gelesen, dass eine echte Currywurst auch ohne Darm ist, bzw. nach dem Brühen geschält wird.

…und Currywurst mag ich.

Die Industrie nimmt wahrscheinlich Eiweißhülle, meinereiner lässt sie direkt aus der Wurstfüllmaschine auf die angefeuchtete Hand und von dort lasse ich im umfunktioniert Wecktopft frei schwimmen, während sie brühen.

2 Stück dann muss man die Hand wieder anfeuchten, sonst klebt das Brät an.

Rezeptur ist wie unten, kein Pökelsalz, weil hier muss nichts umröten.
Das mit der Milch hatte ich beim ersten Versuch überlesen, sie soll das Bräungsverhalten positiv beeinflussen, davon habe ich aber bei der Wasserversion nichts bemerkt. Ich habe sie sowohl frittiert, als auch in der Pfanne gemacht – beides gut.

Das Ergebnis ist schön saftig und Welten besser als das Billigwürstchen aus dem Supermarkt.
Viel zu schade für eine alles übertünchende Currysauce.
Bei mir gibt es sie auch nur ohne Senf.
Puristisch – und wem das nicht passt, der kann die aus dem Supermarkt essen….Perlen vor die Säue…

Das Rezept für 1 kg Fleischmasse in g

700 Fleisch/ Schulter
300 Speck
16 Salz
150 Eis/Milch
5 KHM
1 Zucker
2 Peffer w
2 Piment
0,5 Kardamom
1 Majoran
1,5 Muskat
1 Ingwer
4 Senfkörner
1 Koriander
1,5 Chili

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