Denken wie eine Maus

Meine intensiven verhaltensbiologischen Studien zur Erforschung der Denke der Mäuse zeigen Erfolge.
Effizient positionierte Fallen verkürzen die Zeit zwischen Feinderkennung und -eliminierung.

Ich war zwischendurch etwas traurig, weil es schien, dass die Invasion der Mäuse zurückgeschlagen wäre und ich nicht dazu kommen würde, meine neuen Theorien experimentell zu überprüfen.

Als ich heute in die Kammer kam, hörte ich einen Kandidaten gerade das Weite suchen.
Nicht so schlimm, ich weiß ja dass er im tiefsten Innern seines kleinen Mäuseherzens doch an meinem Experiment teilnehmen will.

Wenn man eine Maus fangen will, muss man denken wie eine Maus.
Die Maus denkt:
„Immer schön am Rand lang, nie offenes Gelände.“
Die Theorie, die es zu überprüfen galt:
„Mäuse gehen immer an Rändern entlang.“

Wenn man eine Falle frontal auf den Weg stellt, springen sie darüber (die jungen Agilen) oder sie machen einen Bogen (die alten Erfahrenen oder auch die jungen Satten, die gerade vom Frühstück kommen).

Also stellt man sie quer zum Mäuseweg, dann haben sie den Eindruck „da geht es lang“ und marschieren geradewegs der Powercat in den Rachen.

Quod erat demonstrandum!

Eine Stunde später hatte sich der Kandidat von der Teilnahme am Experiment überzeugen lassen und sich genau so verhalten, wie es von ihm erwartet worden war.
Theorie bestätigt, vielen Dank von meiner Seite!

Lieber Steffen, was ist eigentlich aus den Lebendfallen fallen geworden?

maus powercat  01

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