Der Bach

Es ist nicht irgendein Bach, sondern unser Bach. Zumindest ein Teil davon.
Früher gab es hier Forellen, bis ein toter Russe im Krieg das Wasser verseuchte und als sich die Bestände erholt hatten, übte die LPG in den 60`er mit Pflanzenschutzmitteln, machte die Spritze am Oberlauf mal ordentlich sauber, woraufhin sich auch die letzten Forellen für das Schwimmabzeichen im Rückenschwimmen qualifizierten – soweit die Legenden.
Wir haben ein Grundstück gekauft, welches eigentlich zur alten Wirtschaft gehörte und jetzt wieder gehört.
Früher holte man sich dort Wasser und jedes Grundstück hatte Zugang zum Bach und Schöpfrecht.
Das fanden und finden wir gut.
Alsdann neigen wir dazu, alles was wir sehen, gestalten zu wollen und wenn nicht schon irgendwer ein Jägerzaun davor gebastelt hat, muss ich tätig werden.
In diesem Falle gönne ich mir ein etwas “Kopfweiden an Bachlauf” – einen Klassiker der ländlichen Landschaftsgestaltung.
Außerdem bekomme ich etwas Rasenschnitt, falls das mit den Karnickeln doch mal was wird, dann habe die jährlich Algenernte für den Kompost und entziehe den beiden Streithähnen von Nachbarn, die sich untereinander nicht so richtig lieb haben, die Möglichkeit sich auch noch auf einem anderen Felde zu befehden und wirke somit als Friedensbringer.
Ich baue mir noch eine richtige Schöpfe mit einem kleinen Wasserfall, der dann so laut plätschert, gurgelt und gluckert, dass ich es an warmen Sommernächten auch noch im Schlafzimmer höre.
Soviel Spaß für wenig Geld…

 

RELOADED: Der Bach bracht außer viel Wasser auch viele nette Anekdoten. Zum Beispiel die hier:

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