Der Bastard

Frustriert oder eine gewisse Schadenfreude?

So wie es unter den Menschen Genies gibt, gibt es unter den dummen Hühnern Exemplare, welche innerhalb ihrer Spezies besonders hervorstechen.
Wenn es eine Wahl gäbe, wer das dümmste Huhn besaß – ich hätte gute Chancen gehabt zu gewinnen.

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Dieses Huhn war ein unrühmliches Nachspiel einer kurzen Liaison eines jungen Draufgänger Lachshahns mit der garstigen Erna, aufgezogen von dieser boshaften Gouvernante, war es schon immer besonders dämlich, wenn ich die Wiese betrat, rannte es immer kopflos ein paar Runden, wenn ich fütterte rannte es erst einmal in die andere Richtung, wenn es durch einen Zaun wollte sucht es sich immer die höchste Stelle und dann zwei Schritte links und zwei Schritte rechts. Das machte es mit Vorsatz.

Immer wenn ich es sah, fielen mir Rezepte á la Stubenküken mit Knoblauch und Rosmarin ein…

Ich bin immer noch fassungslos, wie blöd dieses Huhn war…

Dummheit kann ich ignorieren, aber die Penetranz mit der es die anderen anstiftete, die auf der anderen Seite des Zauns angesäte Wiese zu plündern, machte mich wirklich ärgerlich.

Heute hat das Genie es auch wieder auf die andere Seite geschafft, allerdings war da jemand, der auch ein gutes Huhn zu schätzen weiß und nicht lange nach dem Intelligenzquotienten fragt.

Jetzt ist der Rotrock satt und ich muss wieder eine Weile warten bis ich einen Kandidaten für ein Stubenkükenrezept habe.

Die Lehre aus dieser Geschichte: Die andere Seite des Zauns ist gefährlich. Ein Zaun ist nicht immer schlecht liebe Hühner – Schutzhaft ist hier positiv gemeint.

Was von ihm blieb:

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5 thoughts on “Der Bastard

  1. flurdab

    Hallo,

    hast du denn auch Warntafeln und Sicherheitshinweise an der Innenseite des Zauns angebracht?
    Vermutlich nicht, dieser Fehler findet sich häufig bei Hühnerhaltern. Aber wenn man das Huhn nicht umfänglich über das Sicherheitsrisiko Fuchs aufklärt verletzt man seine Fürsorgepflicht als Tierhalter.
    Das zuweisen der Schuld an das Huhn entspricht zwar dem politischen Mainstream in Deutschland, bleibt aber dennoch leichtfertig.

    Grüße

    (soll Spuren von Humor enthalten)

    (

    1. In der Jobbeschreibung steht ausdrücklich drin, dass der Eierleger sich innerhalb des vom Arbeitgeber vorgesehenen Areals aufzuhalten hat, es gibt aber immer diese renitenten Azubis, die alles besser wissen…

  2. flurdab

    Ja, da kommt wieder die Klage nach den nicht ausbildungsfähigen „Eizubis“.(Der Arbeitgeberverband)

    Das habe ich nicht anders erwartet.
    Der Arbeitgeber kann einfach die erziehungsbedingten Mängel nicht ausgleichen.
    Und trotzdem kommt er nicht umhin Warnhinweise an den Grenzen seines Betriebsgeländes an zu bringen.
    Ob das Huhn diese lesen kann oder nicht spielt keine Rolle!
    Schon allein im Interesse der Vermeidung einer „Schadensersatzklage“ der Angefiederten im Rahmen von TTIP, möchte ich den Halter zum Überdenken seiner bisherigen Position raten.
    Die Grünen und Veganer laueren nur auf solche Gelegenheiten.

    Grüße

    1. Wenn Veganer und grüne Gesinnungspolizisten den Fuchs wegen Fleischgenuss verklagen, könnte es durchaus sein, dass so ein politisch korrekter Richter den Arbeitgeber als unbeteiligten Dritten zur Auflagen verurteilen wird, ähnlich dem Hausherrn, in dessen Bude sich der Einbrecher in Ausübung seiner Tätigkeit Schäden zuzog.

      Urteil:
      Der Arbeitgeber hat dem Fuchs zur Kompensation für entgangene, zukünftige Jagderfolge 10 Jahresvorräte veganes Hundefutter zur Verfügung zu stellen, die Therapiekosten für eine Fleischentwöhnungskur zu bezahlen, PETA eine erhebliche Summe zur Wiedergutmachung wahrscheinlich erlittener psychischer Schäden zu entrichten, die verbliebenen Hühner von jeglicher Verpflichtung zum Eierlegen zu entbinden und symbolisch 50 neue Azubis aus Problemfamilien einzustellen.

      Begründung:
      Durch sein fahrlässiges Verhalten hat der Arbeitgeber den armen Fuchs als agent provocateur verführt sich der Fleischeslust hinzugeben, der Fuchs ist somit ein Opfer und kein Täter, das Huhn ein schutzloses Objekt der herrschenden Klasse und wurde fahrlässig geopfert, die klagende Partei hat sich, wegen der schwere der Tat, erhebliche seelische Schäden zugezogen.

      Der Dritte zahlt die Kosten des Verfahrens.

  3. flurdab

    ROLF!

    Wir stellen fest: „Hühnerhaltung ist kompliziert“.

    Schönen Tag.

    flurdab

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