Der Kutter

Wir konnten bisher keine feine Wurst machen.
Das ist schlecht.
Feine Wurst hat den Vorteil, dass man noch mehr drin verstecken kann als in der Groben.

Das findet die Industrie auch gut und so habe immer ein ungutes Gefühl bei Bratwürsten, Fleischkäsen und Teewurst gehabt.

Also haben wir das technologische Defizit behoben und den Maschinenpark erweitert.
Die Palette an Fleischprodukten können wir jetzt auch abdecken.

Ein Kutter war schon lange mein Wunsch, aber da eine Baustelle auch immer schön Geld verschlingt…

Ich wusste auch nicht, dass sehr viele Leute gar nicht wissen, was ein Kutter ist.

Hier eine populärwissenschaftliche Erklärung:

Es ist ein kräftiger Mixer für Fleisch, der aus Fleisch eine Masse macht, die nicht mehr nach Fleisch aussieht und welche die Grundlage für eine niedliche Bärenwurst macht, die Kinder auch essen, ohne wissen zu müssen, dass es mal Fleisch von einem Tier war.

Bei einem Kutter zählt vor allem die Leistung.
Unserer hat mit 1200 W mit 2kg Teewurst (extrem trockenes Fleisch) schon ordentlich zu kämpfen.
2,4kg Fleischkäsegrundmasse geht, denn die ist dünner, da mit Eis / Eiswasser versetzt.
Die Schüssel sollte auch nicht zu klein sein, dann ist die Sauerei nicht so groß.

Es sollte alles aus Edelstahl sein, dann kann man es in die Spülmaschine stopfen, aber seit diese mir mehrmals das Fleisch gar und angebacken ausgeliefert hat, wasche ich es zeitnah händisch ab.

Was man für die Fleischpaste fast immer braucht ist Eis und Kutterhilfsmittel, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Die Investition hat sich gelohnt, denn jetzt hat man jederzeit eine Aufschnittpalette und Bratwürste in allen Variationen zur Auswahl im Frost. Man lebt ja nicht vom Schinken allein.

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