Der Stör

Es gibt Leute, die haben richtige Probleme, nämlich, dass sie einen Stör aus der Kühltruhe schmeißen müssen, weil sie Platz für Besseres brauchen.
Jedenfalls fiel der Stör zu uns und wir mussten nicht gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen, um die vom Aussterben bedrohte Art zu genießen.

Die Idee war es, den Stör puristisch zu machen, ähnlich den Forellen, Hechten und Welsen.
Ein Tag vorher kräftig gesalzen (flächendeckend ordentlich) und  über Nacht wieder kühl gestellt.

Am nächsten Tag gegen 11 Uhr ein Buchenfeuerchen entzündet und dieses bald darauf kräftig abgewürgt.
Es ist eigentlich kein richtiges Smoken gewesen, sondern eher ein Heißräuchern in der horizontalen. Dies hat seine Vorteile.

Der größte Vorteil: selbst wenn das Objekt der Begierde richtig gar ist, kann es sich nicht von Haken reißen, um dann unten im Räucherschrank langsam zu verkokeln.

stoer raeuchern smoker rezept 01

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Gegen 13.00 Uhr hatte er im vorderen Bereich seine Kerntemperatur von 65 Grad erreicht, die Idee war lieber etwas länger, dafür schön saftig – auf dem halben Weg zu NT Garen eben…

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Gegen 15.30 Uhr wurde er dann aus dem Solarium entfernt und mit einem scharfen Messer, seitlich oben die Haut aufgeschhnitte, da nach dem Abkühlen, wenn das Fett erkaltet ist, so ein Abziehen meist unschön endet.

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Nach dem erfolgreichen Skalpieren wurde die Haut wieder hochgeklappt und Mann widmet sich den anderen leckeren Dingen auf dem Grill.

lachs smoker stein grillen

Fazit:
Sehr lecker,
kein Gräten (Stör gehört zu den Knorpelfischen)
schönes saftiges Fleisch,
fettig,
viel Saft noch im Fisch,
das Fleisch löst sich prächtig von den Knorpeln,
das Fett war weitgehend ausgebraten, die Teile, wo es noch war, waren nicht so lecker,
das Fleisch war sehr zart,
geht ein bisschen in Richtung Makrele,

…also insgesamt eine nette Sache.     stoer raeuchern smoker rezept 06

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