Die letzten Lachshähne – Time to say goodbye

Das Lachshuhn – eine schicke Rasse.

Immer bei den schönen, romantischen Hühnerhofbildern bei Landlust und Co. dabei und eben auch bei uns.
Sie sehen wirklich gut aus, das war ja der Grund, warum wir sie wollten.

Aber es gibt eine ganze Menge Probleme, die man sich damit einhandelt.
Sehr groß, viel Knochen, die machen erst einmal ein dreiviertel Jahr Knochenbau und dick werden die nur, wenn man sie auf dem Futter anpflockt, kann man aber nicht – die joggen (die rennen wie richtige kleine Dinos) nämlich die ganze Zeit den Hennen hinterher.
Lachshähne muss man wirklich mästen und nicht bewegen.
Nichts dran an den Herren…

Lachshuhn hahn schlachten01
Mit dem Futter hätte ich zwei Durchgänge Enten dick bekommen…

Außerdem hatte das Dreiergespann eine gewisse Dynamik entwickelt, sehr zum Leidwesen der Hennen im Allgemeinen.Wir benannten es nach einer Armee, die sich im 2. Weltkrieg nicht gerade um die Ehre der Frau verdient gemacht hatte.

Der Punkt ist:
Große Hähne, schön und gut, aber die spielen auch die Hühner ganz schön kaputt.

…und ständig kräht irgendeiner und irgendeine Henne gackert wild, weil einem der drei Kollegen gerade danach ist.

Das bringt ganz schön Unruhe rein…
…und das ist ja nun gar nichts für mich.

Außerdem vermuten wir das einer der drei ein Eierfresser war.
Und noch dazu haben wir wahrscheinlich 3 Maran Hähne am Start, von denen einer dann nächstes Jahr Andreas ablösen könnte.

Insgesamt eine ganze Menge Gründe für ein vorzeitiges Ableben und eine schönes Finale im Ofen.
Jetzt muss ich mal Rezepte für magere Hühner raussuchen. Irgendwas mit Füllung…

Noch ein Nachteil: Sie passen nicht in die 6 Liter Plastikbeutel, irgendwie etwas sperrig…

Der wirkliche Vorteil an der Rasse ist: sie fliegen nicht. Man braucht ihnen noch nicht mal die Federn stutzen.

Jedenfalls sind wir jetzt von großen Rassen geheilt.

So schön sie auch sein mögen, aber man ist ja auch etwas pragmatisch…

Lachshuhn hahn schlachten02

…und ein paar Stunden nach dem Massaker bewahrheitet sich auf der Hühnerwiese das beliebte Hühnerbonmot:

„Was gäbe es in einer Welt ohne Hähne? Lauter glückliche, dicke Hennen.“

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