Die Obstweinrezension

Nun ist seit der Ernte einige Zeit vergangen und die Qualität der Weine ist erkennbar.

Deshalb an dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung.

Allgemein gilt für alle Weine:

  • kein Hefenährsalz
  • kein Antigel
  • keine Mittelchen zur Klärung
  • keine Filtration
  • kein Schwefel
  • Start mit 3 kg Zucker auf 20 l, dann vorsichtig Nachsüßen, wenn die Gärung zum Erliegen kommt, dann nur noch an den Geschmack herantasten
  • beim Rhabarber kommt Kalk dazu, dass sollte man  aber im Rezept gewissenhaft nachlesen
  • Hefe, Portweinhefe
  • bei feinen Weinen wie Ingwer, Holunderblüte, Met, häufig von der Hefe abziehen, ansonsten nur wenn die Maische raus kommt und dann aller 3 Monate

 

Das brachte letztes Jahr folgende Ergebnisse:

  • die Wildpflaume,  2013, fruchtig, viel und gut, allerdings keinen nennenswerten Unterschiede, bei den verschieden Formen des Ansatzes
  • die Holunderblüte gut, auch keine störenden Nebengeschmack, eigentlich die Beste der letzen 4 Jahre
  • Apfel mit Steinberghefe, erst Verdacht auf Hefe, ist aber verschwunden,
  • Apfel mit Portweinhefe, schien erst heller als Steinberg, jetzt ist aber nichts mehr zu sehen
  • Met, ein Apfel zu viel, etwas zu apfellastig, etwas zu viel Säure
  • Schwarze Johannisbeere, stark wie ein Likör, der Favorit der Damenwelt
  • Rosine, sehr gut, leichter Sherry Geschmack, kurzzeitig verdacht auf Hefe, hat sich aber gegeben
  • Rhabarber, gut gleichbleibende Qualität, allerdings hatte ich dieses Jahr mehr Probleme den Kalk sauber abzuziehen
  • Holunderbeere aus dem Entsafter, sehr gut
  • Holunderbeere klassisch, etwas zu herb
  • Quitte 2012, gepresster Saft, rund und fruchtig
  • Quitte 2013, nicht so fruchtig, stark alkoholisch, hat eher was von einem Brand
  • Rote Johannisbeere 2012, immer noch sehr gut, fast wie ein leichter Rotwein
  • Wein, gut wie ein leichter Rosé, allerdings wurde nachgezuckert, da ich lieber auf das Schwefeln verzichte und den Alkohol die Konservierung überlasse
  • Nektarine, sehr zu empfehlen, allerdings verabschiedete sich der Inhalt des Ballons auf den Küchenboden, nachdem der Ballon aufgrund starker mechanischer punktueller Belastung seine Integrität verlor

Wenn es regnet, räume die Tage noch mal auf, dann findet sich bestimmt noch mal ein Tropfen für die Liste.

…to be continued…

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One thought on “Die Obstweinrezension

  1. Kirsten

    Na das ist ja mal schnell reagiert, vielen Dank! Bin erst im Februar auf Deine Seite aufmerksam geworden und warte seither auf Deine spannenden und unkompliziert geschriebenen Artikel.
    Ich hab sofort die Weinballons rausgeholt und Deine Rezepte für Rosinen-, Apfel- und Johannisbeerwein ausprobiert. Mir war gar nicht so klar, dass sich die Ballons auch im Winter nicht wirklich ausruhen müssen und dass gar nicht soviel Chemie mit in den Wein gegeben werden muss…. Der Versuch läuft und alles blubbert brüderlich vor sich hin ;o)
    Wir sind selbst vor 2 Jahren ins Ländliche gezogen und so kann man sich an vielen Beiträgen selbst wiederfinden. Schreib weiter so!

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