Die Rasenmäherfrau

die rasenmäherfrau

Nicht alles was grün ist ein Garten und nicht alles was wächst soll das einfach so tun.
Wir haben Wiesen neu angelegt und versuchen sie an anderen Stellen zu rekultivieren und von Brennnesseln und anderem “Beikraut” zu “befreien”.
Die Rasenmafia und Vorgartenfetischisten sind hier, wie anderswo auch, sehr aktiv und man gerät unversehens in den Gruppenzwang, auch einen sauberen und kurzen Rasen präsentieren zu müssen.
Ich dachte, ich könnte mich solchen Spielereien entziehen, indem ich einfach keinen Rasenmäher habe und einfach dann und wann rustikal die Sense schwinge, welche mir übrigens ein Alteingesessener kunstvoll gepimpt hat.
Freundlich, aber bestimmt kommt dann aber regelmäßig das Angebot das man nicht ablehnen kann, man könne sich ja den elektrischen Rasenmäher borgen, um die Wiese mal ordentlich in Schuss zu bringen.

Nun kommt es zwangsläufig zu gewissen Problemen, da meine Definition von einer ordentlichen Wiese 30 cm höher ist als der englische Rasen des Nachbarn (man unterscheidet nicht ohne Grund zwischen Rasen und Wiese). Außerdem haben die alten Herrschaften, nachdem sie alle Laubbäume gefällt haben, nichts Besseres zu tun, als die ganze Zeit ihren Rasen zu pflegen und ihm ungeduldig beim Wachsen zuzusehen, um dann die ganze Biomasse in die braune Tonne zu stecken (“das stinkt ja so und zieht die Ratten an”) und sich über die Jahre einen Magerrasen wie in den Hochalpen zu basteln, wo Pflänzenchen wachsen, die es dort eigentlich auch nicht geben sollte.
Ich nicht, ich habe anderes zu tun.
Um diesem neuen Teufelskreis zu entziehen reifte der Entschluss, sich jetzt doch einen Rasenmäher anzuschaffen, den jetzt kann man sagen:
ICH mähe, wann ICH will.
… oder lasse mähen…

RELOADED: …auch hier gilt: Im Zweifel lieber etwas größer…

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