Die Zahnlücke

Mann sieht jeden Tag den selben Film.
Mann weiß wie die Handlung grob verläuft, denn Mann ist ja selbst der Regisseur und Hauptdarsteller.

Overtüre:
Keine Konjunktive im Engelmanschen Sinne!
WIR haben´s gemacht und WIR können die Geschichten erzählen.

Rückblende.
Kanalisierte Langeweile durch Funktionen mit vielen Bedingungen.
Grundsteuer,
Elterngeld,
freiwillige Feuerwehr,
monogame Paarbeziehung.
Das Hamsterrad hat viele Sprossen…

Szene 7:
Das Chaos sind die Anderen,
der Rasen eher eine Wiese,
drei Kinder jagen sich durch die Küche und
das Haus eine Baustelle, mein Lieblingsspielzeug, mit den vielen Variablen, verzweigende Ästen in der Mindmap des Lebens.

Cut.

Stimme aus dem Off:
„Es dringt alles nicht so durch und dann kommt sie:
Die Nagelprobe!
High Noon, der Moment, wo Mann geerdet wird.“

Das Finale:
Schnelle Kamerafahrt von der Totalen ins Detail, ein bisschen Italo-Western Style.

Focus:
DIE ZAHNLÜCKE!

Schwarz und aus.

Abspann:
Mann schwirrt so umher und hofft nicht ganz so zu sein, wie Frau Engelmann´s Lebenswahrnehmung.

Mann hat ein Kind mit einer großen Zahnlücke vorn und stellt fest:
Tic,Tac macht die Uhr des Lebens.Milestones im Leben.
Mann kann den Wind nicht ändern, aber man kann die Segel richtig setzen. Mann segelt, Mann hat das Kommando und die Crew hängt von den getroffenen Entscheidungen ab.

Mann merkt, dass man eigentlich erwachsen sein müsste, nur wie definiert sich das eigentlich?

Sind es die Geschichten, die man zu Ende erzählen kann, weil sie gut sind?

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2 thoughts on “Die Zahnlücke

  1. Charlotte

    Gut geschrieben, Matthias!

  2. […] …und so wie damals bei der ersten Zahnlücke… […]

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