Edle Innereien

Ich hatte wieder einen meiner chirurgischen Tage und habe sauber und elegant kopflose Gänse von Organen getrennt, die sie nicht mehr benötigen.
Im Vergleich zu der ISIS Aktion vorher kommt dabei schon fast Freude auf.
Eigentlich kann ich mit Innereien nicht viel anfangen, es gibt da Liebhaber, den kann man eine Freude damit machen, das Einzige, was mich interessiert, sind die Lebern.
Gänseleber schmeckt besser als Hühnerleber und heute ist es wieder einmal richtig schön sortenrein und Zeit für eine kleine Leberwurst im Glas.

200 g Butter der Butteranteil ist höher, wegen der Streichfähigkeit und weil ich die Sahne weglasse
3 Zwiebeln es müssen nicht Schalotten sein
50 ml Olivenöl
750 g Gänseleber, das passt als hätten die sich abgesprochen
100 ml Sherry, Rosinenwein oder in unserem Fall eine kräftige Pflaume
2 Tl Salz, hier kann man etwas variieren

Die Zwiebel schön in der Butter und dem Olivenöl golden frittieren.
Leber und Wein dazu, köcheln lassen, kurz abkühlen und pürieren.

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Ich hatte schon mehrmals die Leber schön scharf angebraten, was aber dazu führte, dass die Masse nach dem Pürieren immer etwas grießig war. Deshalb wurde diesmal nur sanft gedünstet und die Röstaromen musste die Zwiebel liefern.
Püriert und siehe da, fein, mit ein paar Stücken und auch erkältet streichfähig.

Sehr edel im Geschmack. Kein Pfeffer, Thymian oder Rosmarin notwendig.
Jetzt muss ich es verstecken, denn Anne hat Gefallen daran gefunden.

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