Leben und Sterben eines Huhnes oder das verhinderte Suppenhuhn

Schiefschwanz lag vor ein paar Tagen kopflos-tot im Gebüsch. Ein paar Minuten vorher spazierte er noch außerhalb seiner zugewiesenen Zone, was sich offensichtlich böse rächte.
Ich könnte den Hühnern ja ein gediegenes „Hab ich Euch ja gesagt“ entgegenschleudern, aber in Anbetracht des Todesfalles, verkneife ich mir dies.
Auf der Liste stand er sowieso, allerdings nicht ganz so weit oben.

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Aleae jactae sunt.

ER war der Erste, den es erwischt hat.
Wir wussten nicht, wie der Mord geschah und so haben wir ihn zur endgültigen Obduktion erst einmal auf Eis gelegt.

Gestern haben ihn mal gerupft und in der Zwischenzeit mit verschiedenen Experten gesprochen.

Hier eine Liste, wie ein Huhn sterben kann:

Kopf ab – Marder
einfach weg – Fuchs
Rücken offen und ausgefressen – Habicht
blutig und totgespielt – verirrter Bussard
langer Hals – Koch
kopflos durch Hackebeilchen – blutrünstiger Koch

…ich denke, da werde ich noch einiges lernen….

Der Mörder war somit ein Marder, nur passte die Tatzeit nicht zum Profil des vermeintlichen Täters und zu späterer Stunde wurde auch ein Fuchs am Tatort gesehen.

Jedenfalls haben wir beschlossen, dass Huhn doch nicht zu essen.

Schade…
aber das Rupfen und Ausnehmen konnte ich einmal üben.

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