Pizzawurst

Ich bin schwer traumatisiert.
Jedes Jahr, also schon einige Jahre, demütigt mich der lokale Fleischer mit seinen leckeren Pizzabratwürsten.
Sie schmecken nach Pizza und man kann sie grillen – genau mein Ding.
Technologisch habe ich es in der Form nicht hinbekommen, weil ich keinen Kutter hatte.

Versuche mit der feinen Scheibe des Fleischwolfes waren zwar ganz lecker, aber von der Konsistenz nicht vergleichbar.
Die technologische Unterlegenheit wurde behoben und das Rezept schon erfolgreich am Pizzafleisch getestet. Wenn es dort klappt, braucht man die Masse nur in Därme stopfen und dann brühen.

Der Käse wurde in diesem Fall, genau wie der Paprika, die Salami und die Pilze mit durch den Wolf geleiert, denn Mann will feine Stückchen und große Käsewürfel machen sich beim Füllen schlecht.
Gebrüht wurde im Wecktopf, da kann man die Temperatur konstant einstellen und das Eis wurde nicht in Würfeln gefroren, sondern effizient im großen Block und dann mit dem Hammer in einem Tuch auf die passende Größe gebracht.
Die Rezeptur ist die vom schon beschriebenen Pizzafleisch:

2000g Schulter, schön feine durch den Wolf kleinste Scheibe
400g Speck, hier kann man sogar den handelsüblich Grünen nehmen
12g Kutterhilfsmittel
500g Eis schön klein gehämmert, Würfel im ganzen fordern das Messer des Kutters zu sehr
36g Pökelsalz
10g Pfeffer
6g Muskat
1 Zwiebel mitkuttern genauso den Knoblauch nach Bedarf
60g Stärke soll die Bindung erhöhen, habe es aber auch schon ohne gemacht, und habe keinen Unterschied bemerkt
4g Majoran
4g Oregano
4g Basilikum
4g Knoblauchpulver
nach dem Kuttern zugeben:
Champignons, frische schmecken besser
Käse,
Salami,
Paprikaschote, für die optischen, roten Highlights

Siehe da: das Ergebnis hat die Konsistenz der Vorbilder und geschmacklich ist sie, durch den liebevollen Umgang mit den Gewürzen, dem Original noch überlegen.

Was für eine leckere Traumatherapie!

 

 

 

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