Schöner Schinken

Ich hatte neulich deutlich zu viel Schulter aufgetaut und so wurde wieder einmal Schinken gemacht.

Aus den guten Stücken wurde zwei Blöcke mit Schwarte geschnitzt und der Rest zu Kochschinken nass gepökelt verarbeitet.

Kochschinken geht immer. In die Calzone, aufs Brot und zum Naschen. Die Blöcke lagen 2 Monate im Salz und in den Gewürzen.

Für experimentelle Mindermengen nehme ich alte Eispackungen und stopfe alles in Form.

Ab und zu abgießen, wenden und kontrollieren, ob sie schimmeln.

Zeit ist eine schöne Sache und so wurde der Schinken lange, lange im Kühlschrank gepflegt.

Wenn man den Schinken frisch in der Hand hat, bewegt er sich noch, wenn er zum Räuchern gebracht wird, ist er ein schöner Ziegel.


Die Gewürzmischung ist der Standard, von der ich neulich etwas zu viel gemacht hatte und die im Glas auf ihre Verwendung wartete.

Einmal 6 Stunden Sparbrand beim Räuchern, zwei Tage warten und dann der große Moment des Anschnitts…


Ich bin zufrieden.


Eine dünne trockene Außenhaut, gleichmäßige Farbe, gleichmäßige Konsistenz, nicht so matschig, wie die „Lende-gespritzt-und-kurz-in-Rauche-Pampe“ die hier einige Fleischereien produzieren und die Kunden wirklich für Schinken halten.
Lässt sich auch schön dünn schneiden und hatte wirklich Zeit die Aromen bis in die Mitte aufzunehmen.


Wenn es sogar Anne schmeckt dann kannst so verkehrt nicht sein ;-).

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