Tiefbau – mal wieder

Der Heizraum soll in eine Scheune verlagert werden.
Managementqualitäten sind gefragt.
Outsourcen – die hohe Schule des Managements.
Alles verschieben bis nichts mehr da ist…
Entscheidungen wollen getroffen und Konsequenzen wollen bedacht werden – gilt allerdings nur für den privaten Bereich.
Ich wäge ab:

  • Dreck im Haus
  • Asche in der Küche
  • Holz fünf Mal anpacken
  • mit der Schubkarre durch den Schnee?
  • eine zusätzliche Tür einbauen
  • ein Raum weniger im Haupthaus

Gegen:

  • eine Leitung in die Scheune ziehen, mit einem Feststoffbrennkessel und Pufferspeicher direkt neben dem Holztrockenraum.
  • Erdarbeiten in größeren Dimensionen
  • gut, die Elektroleitungen muss ich sowieso irgendwann für die Hofbeleuchtung einmal ziehen…
  • In den nächsten Wintern müsste ich einfach nur mal in die Scheune spazieren, ein paar Scheite in den Kessel werfen, kein weitere Aufwand…

Ich ramme den Spaten in den Boden.
Die Entscheidung ist gefallen!
Wir graben!
Hier und jetzt!

Ich weiß, was mich erwartet.
Ich kenne im Fundament jede Fuge persönlich und mit Spitznamen.
Ich weiß, dass es 70cm stark ist und ich hier den Adolf Hennecke machen werde, schöne Handarbeit in 1,40 m Tiefe, weil ich ja ab und zu mit einem Traktor darüber fahren will.
Es wird wieder eine Schlammschlacht, wie eigentlich immer hier…
Ich werde mich mit meinem treuen Freund MC Hammer durch 30 cm blaue Betonbodenplatte hacken – im Haus und auf dem Hof.
Ich werde mir zwei Kopflöcher schachten, 60×60 Loch auf mindestens 1,20m Tiefe – es gibt wirklich schönere Tätigkeiten.

Und los!
Mein schönes Einlaufbauwerk muss weichen – es gibt für alles eine Zeit!
Die ummantelte Heizleitung kostet ein Heidengeld.
Der Preis verdirbt mir die Laune.
Trauriges Schweigen, ich weine leise…

Dafür haben wir jetzt eine Trasse, die einen Bürgermeister mit Stolz erfüllen würde.
Eine Leerverrohrung, die einem Elektriker die Freudentränen in die Augen treibt und
Wasser in Rohren in jeder Eckes des Hofes.

Es hat sich gelohnt.
Die Rückenschmerzen senken sich auf das normale Niveau und die Schwielen an den Händen kühle ich an kalten Bierflaschen.

Mein Lasso aus alten Cowboyzeiten hat sich völlig zweckentfremdet auch als nützliches Werkzeug zum Ziehen der ganzen Rohre erwiesen….

Es ist geschafft!
Zu und Wochenende!

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