Unangenehme Entscheidung

wenn man Tiere hat, gibt es für alle, bis auf unsere Kaninchen, einen Todeszeitpunkt.
Viele Tiere werden vor großen Festen gestorben.
Der Tod gehört dazu, dessen muss man sich immer bewusst sein.
Da ist das Lamm, welches nicht durchkommt, die Kaninchenföten, die im Stall verteilt liegen, die Entenküken, die von den Krähen erwischt wurden.

Eine Kategorie ist besonders tragisch, kleine Küken mit einem Handicap.
Wir hatten einmal eine Ente, die ist nie richtig in die Gänge gekommen und wurde von den Größeren immer nur mit dem Schnabel malträtiert.
Wir hatten auch mal ein Küken mit einer verwachsenen Kralle auf einer Seite –  das hat es zwei Monate geschafft.

Es ist besser für alle Beteiligten, konsequent zu selektieren.
Dies hat natürlich zur Folge, dass man Richter und Henker in einem ist.
Judge Dredd.

Heute zur Verhandlung:
Ein Australorpküken, welches ein abstehendes Bein hat.
Es wurde nicht so geboren, war auch kein Spreizer an sich, (das kann passieren, wenn der Brüter zu heiß eingestellt ist und sich die Embryos zu schnell entwickeln), sondern muss sich bei irgendeiner Aktion das Problem zugezogen haben.

Jedenfalls war es entwicklungstechnisch schon einige Tage zurück und schleppte sich nur durch den Käfig.

Ein sonniger Tag, ein Foto fürs Album, noch mal die Sonne sehen, ruck und dreh und aus die Maus. Würdevoll bestattet am Kompost.

Wenn man Tiere hat, muss man bereit sein, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen und und vollziehen zu können.
Darüber sollte man sich immer im Klaren sein.

Hier das Gedenkbild:

australorp kueken

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