Was ich gestern über Haxen gelernt habe

Wenn kurzfristig zum Haxenessen geladen wird, hat man nicht viel Zeit zwischen Auftauen und dem Grilltermin. Hier die Lehren des gestrigen Nachmittags.

Erstens.
Spritzen ist in dem Fall eine gute Idee. 7 prozentige Lake subcutan und intramuskulär. Das Ergebnis ist eine vernünftig durchgesalzene Haxe. Ansonsten muss man sich zwei bis drei Tage Zeit nehmen.

Zweitens.
Schweine sind in letzter Zeit sehr schlank. Wo früher an der Haxe 3 cm Schwarte waren, muss man heute bei Schneiden der Rauten sehr vorsichtig zu Werke gehen.

Drittens.
Die Haxen liegen jetzt gespritzt in der Lake. Nur 7%ige Lake ohne Gewürze ist auch eine gute Idee, anders als die anderen Versuche, aber nicht schlechter. Wenn man nur Wasser zum Köcheln nehmen würde, gleicht sich die Salzkonzentration wieder aus und das Wasser ist salzig und Haxe ist es dann nicht mehr. In der Lake köchelt man die Haxen. Gemütliche köcheln lassen am Tag des Events ist eine gute Idee, die Küchenhexe ist sowieso an, da kann man nichts falsch machen. Die Kerntemperatur sollte bei 80 Grad liegen, im gestrigen Fall war es zu lange drin (5h), mit dem Effekt, dass die schon etwas geschwächte Schwarte das allzu gare Fleisch nicht mehr richtig in Form halten konnte und zwei Haxen schon beim Umbetten in den UDS sich von ihren Knochen trennten.

Viertens.
Holzkohlefeuer im UDS und noch etwas Holzkohle dazu – da hat man eine solide Hitze zwischen 110 und 120 Grad. Wenn man unten die Reinigungsöffnung weit aufsperrt, kommt man auf gut 180 Grad. Dies garantiert allerdings noch kein knuspriges Endergebnis.

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Fünftens.
Wenn die Haxen richtig gemacht sind, essen auch Frauen Schweinshaxen. Ich werde jetzt neue Aufnahmeanträge für unseren Verein „Fleischeslust“ drucken müssen, weil es unter den Damen offensichtlich Bewerberinnen gibt.

Offtopic: Meine Kamera hat es entschärft, deshalb nur ein paar wacklige Handybilder

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